Sonntag, 19. Dezember 2010

Ägypten 23.11.10 - 20.12.10

Boeh, nur ein Schalter und nur 5 Minuten für eine Grenze zu passieren? Denkste: als wir dem Schiffsoffizier der Schnellfähre von Aqaba (Jordanien) nach Nuweiba (Ägypten) die Pässe unter die Nase hielten, blätterte er die Pässe sieben Mal von hinten nach vorne und wieder umgekehrt und sagte dann auf gebrochen englisch: no stamp, no stamp, no stamp, back to office to stamp! Das Auto war schon im Bug des Schiffes verstaut, also musste extra ein Car herbeigerufen werden, der uns zurück ins Terminal gefahren hat, um dort den Ausreisestempel in den Pass zu erhalten. Und nein, die Fähre hat nicht extra warten müssen auf uns. Die Überfahrt war unspektakulär. Auffallend war jedoch, dass die arabischen Passagiere von den Touristen getrennt wurden. Die Araber hatten lediglich enge Flugzeugbestuhlung zur Verfügung, die Touristen hingegen die uns bekannte lounge-ähnliche First-class-Bestuhlung. Im Dutyfreeshop gabs von der Domteuse bis hin zum Reiskocher und die gesamte Palette der europäischen und arabischen Zigarettenmarken.

Im Reiseführer beschrieben und von andern Overlandern berichtet sei die Einreise nach Ägypten mehr als kompliziert und alleine kaum zu schaffen. Von bis zu 6 Stunden war die Rede, ohne Schlepper kaum möglich. Mit mulmigem Gefühl fuhren wir aus dem Bauch der Fähre und wurden – wir waren die einzigen Europäer mit eigenem Fahrzeug – gerade von einem First- Officer – Tourist- Police-Man in Empfang genommen. Dieser entpuppte sich im Laufe der Abfertigung jedoch als sehr hilfsbereit und vor allem: er konnte englisch. Die meisten an der Einreise beteiligten Beamten waren dieser Sprache nicht kundig und die unzähligen Formulare, welche ausgefüllt werden mussten waren natürlich auch NUR auf arabisch. No way ohne fremde Hilfe. Aber mit unserem Private-Sheriff gings recht flott: Formular hier, Formular da, Stempel hier, Stempel da (Gebühr für die Tatsache, dass wir ein 4x4 Fahrzeug haben, Versicherung, und den Rest der Gebühren habe ich gar nicht erst verstanden aber dennoch bezahlt…). Zwei Stunden später und ca. 200 CHF leichter haben wir das Hafengelände schon wieder verlassen können. Der Sheriff wollte nicht einmal Bakshish! Also nichts von 6 Stunden, nichts von nervig…vielleicht hatten wir auch nur Glück, weil wir unseren Sheriff für uns hatten. Frohen Mutes verliessen in der stockdunklen Nacht das Hafengelände und – welch Wohltat – das GPS funktionierte wieder mit den Karten von Tracks4Africa – schnurstracks zu einem Italiener, der nördlich von Nuweiba ein Camp führte.
Diese Oase war genau das Richtige: wie im Prospekt, nicht übertrieben. Dass dieser uns am ersten Abend natürlich das teuerste Abendessen angedreht hatte (ich dachte, der Preis sei für 4 Personen….leider haben wir uns nicht VORHER vergewissert, dass der Preis halt nicht für alle, sondern nur für eine Person war…), haben wir schon fast vergessen, weil es dort wirklich flauschig war und oben drein noch gratis WLAN hatte, so dass wir am Strand surfen konnten. Zudem konnten wir endlich unsere Taucherbrillen auspacken und die doch schon schöne Unterwasserwelt beim Hausriff bestaunen.

So liessen wir es uns gut gehen und eine Woche war schnell um. Hungrig nach neuen Taten machten wir uns auf den Weg nach Dahab, wo wir bei einer schweizer Freundin, Anne, (wohnhaft schon 4 Jahre in Dahab, Dive-Instructorin), untergekommen sind. Dahab war vom Tourismus schon recht geprägt: die schleimigen Provisions-schlepper rissen sich förmlich um die Touristen, um sie möglichst rasch in die Restaurants an der Promenade zu ziehen. Mit Anne als Guide verbrachten wir die nächsten paar Tage meist unter Wasser: Korallenriffe, Muränen, Tintenfische und weiss der Gugger noch was sich da alles im Wasser tümmelt: wir haben vieles gesehen und wieder einmal das Gefühl der scheinbaren Schwerelosigkeit unter Wasser genossen. Die Stille, nur das Geräusch des eigenen Atems sowie die manchmal skurrile Unterwasserwelt war faszinierend. Anne brachte uns das Leben in Dahab näher – Nachtessen nicht im Touri-Strip sondern in der „Assala“, wo die einheimischen Ägypter und Beduinen wohnen und leben: dreimal so spannend und halb so teuer wie an der Touri-Meile. Zum Nachtessen gesellten sich jeweils bis zu zwölf Katzen oder Hunde, welche um Nahrung bettelten…Als es darum ging, die Weiterreise(wir hatten nur Visum und Autoversicherung für 1Monat und wollten verlängern) zu planen, war uns – inshallah – der Chef von Anne, „Chaled“ behilflich: die Autoversicherung könnten wir in Nuweiba verlängern und das Visum dann in Kairo. Wir müssten jedoch darauf achten, dass wir in Nuweiba klar machten, dass wir in Assuan ausreisten und die Papiere in der Zwischenzeit von Nuweiba nach Assuan geschickt werden könnten – sonst müssten wir dann in Assuan warten. Dankbar für diese Hinweise machten wir uns – nach Abschied von Anne – erneut auf nach Nuweiba und quartierten uns wiederum beim Italiener ein. Auf dem Weg dorthin machte sich bei unserem Dotschli ein beunruhigendes Geräusch bemerkbar: der Motor dröhnte nicht wie ein 6 – sondern wie ein 8 Zylinder – ich tippte auf ein Loch im Auspuff. Also angehalten und unter das Auto gekrochen. Dass nun ausgerechnet genau neben mir unter dem Auto ein anderes Auto gehupt hatte, brachte mich derart aus dem Konzept, dass ich hochschnellte und mir eine halbe Gehirnerschütterung holte. Zum Glück hat er meinen Fluch nicht verstanden…Leider war es nicht ein Loch im Auspuff. Da ich keine Mechaniker-Ausbildung genossen habe, warf ich am Abend den PC an und stellte Fragen und Bilder des entsprechenden Teiles ins Buschtaxi-Forum und mailte sie einem guten Kollegen in der Schweiz. Unglaublich- innert einer halben Stunde war klar, dass nur eine Platte aus der Abgasrückführung herausgefallen war und diese mit einer zerstampften Cola-Dose wieder hätte ersetzt werden können. Die unkomplizierte Hilfe der Mitglieder des Buschtaxi-Forums war gigantisch…Am nächsten Morgen schnitten Gerry und ich ein Alu-Teil zurecht und flickten mit selbstverschweissendem Klebeband und diesem Alu-Teil das Loch zu. Bis heute hat es gehalten…Danach fuhren wir zu der Tourist-Police im Hafen von Nuweiba, um uns schlau zu machen wegen der Papiere, welche von Nuweiba nach Assuan geschickt werden müssten (gemäss Informationen von Chaled). Auch wollten wir die Autoversicherung verlängern, wie es uns Chaled erzählt hat. Die Beamten der Tourist Police wollten jedoch von so etwas nix wissen – no Paper to Assuan – no problem, go, go. Und die Autoversicherung könnten wir erst machen, wenn wir unser Visum verlängert hätten. Information hier – andere Information da – welcome to Egypt. Erneut Kriegsrat gehalten: nix verlängern, möglichst schnell nach Kairo die Visa holen und ab nach Assuan – wir bleiben nur einen Monat in Ägypten. Kairo, wir kommen…. Doch vorerst nochmals Boxenstopp an der Tankstelle. Für sage und schreibe 18 Rappen pro Liter Diesel füllten wir unsere Tanks…so macht tanken Spass!

Die Küste nordwärts Richtung Israel war atemberaubend schön. Verlassene Camps, türkisblaues Meer und der Blick über den Golf von Aqaba Richtung Saudi Arabien. Durch eine enge Schlucht gings dann nordwärts auf das Plateau des Sinai und von dort ca. 250 km zum Suez-Kanal. Für 2 Pounds (ca. 50 Rappen) gings unten durch und von da wieder ca. 150 km nach Kairo. Bereits in den kilometerlangen Vororten liess mir der Verkehr das Adrenalin und den Puls in ungeahnte Höhen steigen. Unglaublich, wie hier gefahren wird. Wenn die Autobahn 4 Spuren hat, fahren MINDESTENS 6-7 Autos nebeneinander, hupend, drängelnd und ohne jede Rücksicht auf Blechschäden. Der Frechere hat gewonnen…ich konnte mich relativ gut einordnen, eine Hand dauernd auf der Hupe(zur Verärgerung der Beifahrerin), die andere zwischen Schalthebel und Lichthupe…und wer schon mal in Kairo mit einem eigenen Auto unterwegs war, weiss, was ich meine. Zum Glück ist Dotschli im vergleich zu den durchschnittlichen Autos hier recht gross und bullig – das verschafft doch einigen Fahrern hier einen minimalen Respekt. Dank GPS haben wir den Camping schnell gefunden und uns dort einquartiert. Welch Zufall: ein junges Pärchen vom Belpberg ist ebenfalls auf dem Weg nach Kapstadt und hat auch die Fähre von Assuan (Ägypten) nach Wadi Halfa (Sudan) am 20.12.10 gebucht. Sie sind mit einem süd-afrikanischen Pärchen unterwegs.

Tags darauf machten wir uns per Taxi in die Innenstadt zur sudanesichen Botschaft, um das entsprechende Visum zu beantragen. Dort erklärte uns der unhöfliche Beamte, dass wir zuerst ein Empfehlungsschreiben der schweizerischen Botschaft einholen müssten. Also zur schweizerischen Botschaft…doch niemand wusste, wo diese war, weder Adresse noch sonstige Hinweise aus der Bevölkerung waren vorhanden. Die Auskunft der Beamten der kanadischen Botschaft (um die Ecke) war jedoch fehlerhaft, so dass wir dem Taxifahrer eine falsche Adresse (nämlich diejenige der schwedischen Botschaft) in die Hand gedrückt haben. Von der schwedischen Botschaft gings dann doch noch zur schweizerischen Botschaft, wo wir das läppische Schreiben für CHF 40.— „erhalten“ haben. Wiederum zur sudanesischen Botschaft (alles per Taxi, versteht sich) und dort für USD 100 pro Person das Visum beantragt. Danach genossen wir die Aussicht vom Cairo-Tower aus über die gigantische Stadt (ca. 22 Mio Einwohner). Die Bausubstanz der Häuser ist derart, dass wir den Eindruck hatten, dass die Häuser jeden Moment zusammenbrechen würden. Die meisten Häuser sind zudem nicht fertig gestellt – halbe Ruinen und doch nicht fertig gebaut. In Verbindung mit dem immensen Abfall-Problem machte der Stadtteil rund um den Camping einen recht erbärmlichen Eindruck.

Highlight Einreise Äthiopien: In den einschlägigen Internetforen konnte ich lesen, dass zusätzlich zum Carnet de Passage (entspricht dem Zolldokument des Fahrzeuges) ein Bestätigungsschreiben der schweizerischen Botschaft in Addis Abeba benötigt würde, das bestätige, dass man mit dem Auto nicht nur einreise, sondern dieses auch wieder aus Äthiopien ausführe. So weit so gut. Doch stimmt diese Information denn auch wirklich? Als wir auf der äthiopischen Botschaft in Kairo das Visum erhalten haben, fragten wir nach einem solchen ausdrücklichen Bestätigungsschreiben für das Fahrzeug nach. „No problem, no problem“, kein Schreiben nix sei nötig. Doch dieser Aussage – notabene von der äthiopischen Botschaft – trauten wir nicht. Also eine Email an den schweizerischen Botschafter in Addis Abeba. Dieser bestätigte dann, dass ein solches Schreiben wirklich verlangt würde an der Grenze. Er könne uns dieses ausstellen, per Email zusenden, aber die Gebühren dafür (wiederum CHF 40.—) müssten wir dann persönlich bei ihm vorbeibringen und könne nicht per E-Banking überwiesen werden. Also gut – dann statten wir dem Herrn Botschafter Ammann in Addis Abeba persönlich einen Besuch ab und bezahlen diese Gebühren im Reglement 1.1224-admin.

Als wir die beiden Visa im Sack hatten, füllten wir die Diesel Tanks und ab die Post aus dieser Stadt hinaus. Durch wüstenähnliche Landschaft gegen Süden machten wir uns in Richtung Wadi el Hitan. Dort sollten Überbleibsel (=Skelette) von Walen gefunden worden sein. Die Landschaft war grandios und wir fanden einen super Übernachtungsplatz – doch wir rechneten nicht mit dem Wind, welcher uns eine fast schlaflose Nacht im Dachzelt bescherte. Am nächsten Morgen erkundeten wir auf einem gut angelegten Pfad diese Skelette, welche erstaunlich gut erhalten waren. Nach diesem Spaziergang war wiedermal Off-Road angesagt: quer durch die Wüste (naja, nicht ganz, wir folgten Spuren und einen Wegweiser hatte es auch am Anfang ;-) holperten wir fast zwei Stunden durch spektakuläre Landschaften. Ein paar nette Offroad-Einlagen, bei welchen wir nebst Allradantrieb die Untersetzung und Differentialsperren einlegen mussten, waren doch recht eindrücklich.

Wieder auf der Hauptstrasse frassen wir die restlichen Kilometer zur Oase Baharia. Das Wetter spielte Kapriolen und tauchte uns in einen wüsten Sandsturm, so dass wir einen Tag in Baharia Pause einlegten. Der Versuch, das Fahrzeug das erste Mal abzuschmieren, misslang, was meinem Ego natürlich nicht sonderlich förderlich war. Doch selber schuld – ich habe die Fettpresse zu Hause noch nicht getestet und musste feststellen, dass diese nicht ganz funktionstüchtig war und ich damit nicht an die Schmiernippel rankam. Tja, man kann nicht immer gewinnen…Tags darauf war das Wetter immer noch nicht gut, aber wir wollten nicht weiter Zeit verlieren, denn wir mussten am 18. Dezember in Assuan bei Mr. Salah antraben, um die Reservation der Fähre nach Wadi Halfa nicht zu verlieren. Also machten wir uns im Sandsturm auf den Weg. Teilweise kaum 10 m Sicht war doch ein Erlebnis…leider hatten Corinne und ich zum ersten Mal mit Durchfall zu kämpfen. Ich erspare der Leserschaft nun die nähere Beschreibung der körperlichen Ausscheidungen und deren Gerüche während dieser ca. 3 Tage andauernden Episode.

Unser nächstes Ziel war der White Desert National Park. Dank dem schlechten Wetter war weit und breit niemand zu sehen, der auf uns gewartet hätte, um den angekündigten Eintritt zu kassieren. So hatten wir die Wüste für uns allein – wer fährt schon in die Wüste raus bei diesem Wetter…Die Nacht war noch unruhig, aber der nächste Morgen dafür umso schöner. Wind und Wetter formten während den letzten Jahrtausenden wunderschöne Formationen aus dem Gestein.

Weiter gings Richtung Süden, wo wir in der nächsten Oase namens Farafra bei einer Hot Spring ein warmes Bad genossen. Auch Dotschli machte wiedermal auf sich aufmerksam: das Umschaltventil zwischen den beiden Diesel-Tanks machte mir ein bisschen Kummer: auch wenn ich auf den hintern Tank gestellt hatte, zeigte die Tankuhr des vorderen Tanks immer weniger an…dazu kam am nächsten Morgen der Umstand, dass bei der hinteren Tankstellung plötzlich nur noch weisser Rauch aus dem Auspuff entwich und der Motor immer wieder abstarb. Weiss Allah weshalb, verrichtet Dotschli bzw. dieses Umschaltventil seit dieser Übung seinen Dienst wieder einwandfrei – wer weiss, was ich da getankt habe das letzte Mal…denn repariert habe ich NICHTS. Drückt mir die Daumen…

Kultur ist schön – Luxor stand auf dem Programm. Wirklich eindrücklich war das Tal der Könige mit den verschiedenen Gräbern, auch der Karnak-Tempel war sehenswert. Doch wie der Massentourismus eine Stadt derart (aus unserer Sicht negativ) verändert, hätten wir nicht geglaubt. Abzocke wo das Auge reicht: zwischen Eingangs-Gate bei den Gräbern wurde ein (Touri-Bus-) Shuttle eingerichtet, natürlich nicht gratis. Dass dieser nur ca. 300 m lang war und nur um die nächste Kurve reichte, wurde dem brav zahlenden Touristen natürlich nicht gesagt. Zum Glück stands in unserem Führer, so dass wir fast als einzige diese 300 m unter unsere Füsse nahmen. Von den unzähligen Guides und Verkäufern von üblem Ramsch ganz zu schweigen. Auch die Muezzins, welche um 0445 das erste Mal zum Angriff sangen, vermissten wir vorher in der Wüste nicht.

Luxor besteht wie wohl jeder touristische Ort in Ägypten aus zwei Seiten: die glamouröse Scheinwelt auf der einen Seite, welche dem Touristen präsentiert wird und das wahre Ägypten, welches sich hinter diesen Fassaden abspielt. Die Tausenden, Millionen von Pauschalreisenden, welche in den Autobussen herangekarrt werden, sehen von dem wahren Ägypten kaum etwas. Flugzeug – Car – Hotelkomplex – Luxortempel – Car – Hotelkomplex – Badestrand – Flugzeug. Aber ein Souk oder die staubigen, manchmal stinkenden hinteren Gassen von Luxor, wo die Einheimischen leben, bleiben ihm verborgen. Einmal zu 15. in einem kleinen Minibus unterwegs zu sein, ist ebenso ein Erlebnis, wie direkt aus einem Loch in der Wand Brot einzukaufen (wir sahen nur, dass Leute vor einer Hauswand Schlange standen und merkten erst nach längerem Hinschauen, dass sie dann mit Fladenbrot wieder weggegangen sind).

Nach dieser Portion Kultur und Tourismus feierten wir am 17. Dezember Corinnes Geburtstag. Gerry’s Landy wollte nicht so recht mitfeiern und streikte zuerst einmal. Irgendwas mit der Diesel-Zufuhr war nicht ganz so, wie es sein sollte, so dass der gute alte Pumba nur etwa 2 Meter zurücklegte und danach streikte. Dank Allah, Internetrecherche und Hilfe von Dotschli durch Anschleppen rollten wir dann zwei Stunden Verspätung doch noch vom Hotel-Hof und fuhren nach Assuan. Mr. Salah, der Schiffs-Organizer der Überfahrt nach Wadi-Halfa war leider nicht im Büro, so dass wir uns einen Platz am Nil für die Nacht gesucht haben. Bei schönster Kulisse feierten wir Corinnes Geburi mit einem echten schweizer Fondue und einem Schluck Kirsch – Happy Birthday!


Nun bereiten wir uns mental auf die knapp 2 tägige Überfahrt von Assuan nach Wadi Halfa vor….und ziehen nach einem Monat in diesem Land ein

Fazit Ägypten:

Ein Monat in Ägypten ist nicht genug! Insbesondere weil wir oft den uns-über-das-Ohr-hauende-Typen sagen mussten, wir seien schon 3 Monate hier und würden die Preise kennen und nicht 10 Pfund für 5 Bananen zahlen! Oder bis wir endlich die richtige ÖV-Strategie vom Camping bis ins Zentrum von Kairo (2x Minibus à 75Piaster und 1x Metro à1Pfund) kannten, anstatt das teure Taxi zu nehmen…Darum braucht dieses Land viel Zeit. Aber natürlich auch wegen der grandiosen Unterwasserwelt (wir vermissen sie jetzt schon ;-), der verschiedenen Wüstenlandschaften und Oasen und nicht zuletzt wegen den spannenden Erlebnissen mit den Leuten und ihrem Alltag. Manchmal fühlten wir uns wie in Bethlehem`s Zeit zurückversetzt, manchmal staunten wir ob der fortschrittlichen Aufmachung junger Ägypterinnen. Kulinarisch könnten wir noch lange in Ägypten bleiben. Das Fladenbrot und die super feinen Falaffeln sind uns noch nicht verleidet. Die klimatischen Verhältnisse haben wir uns leicht anders vorgestellt. Dass es in der Wüste kalt werden kann- o.k. aber sooo kalt: mit Socken, langer Hose, Pullover und Mütze im Schlafsack unter dem Duvet im Dachzelt…und immer noch geschlottert…so habe ich mirs dann doch nicht vorgestellt. Wir hoffen jetzt auf den Sudan ;-)!

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